Revolutionierung der elektronisch vermittelten Kommunikation im Internet zum Ziel gesetzt. Email ist tot - es lebe die "Wave"? Momentan noch im Teststadium, scheint Google mit der Anwendung Wave tatsächlich ein großer Wurf zu gelingen.
BlueMedia nimmt Google Wave zur Zeit genauer unter die Lupe und integriert die Anwendung testweise in den produktiven Workflow.
Google Wave – Die perfekte Welle? Ein Erfahrungsbericht
» Was ist Google Wave? » Wave versus Email » Playback Funktion » Einsatz von Google Wave bei BlueMedia » Vorbehalte & Bedenken » Vorläufiges Fazit
Was ist Google Wave?
Laut Google ist die Anwendung Wave ein „Online Tool für Echtzeit Kommunikation und Kollaboration. Eine Wave ist Konversation und Dokument zugleich und ermöglicht Menschen, sich mittels Rich Text, Fotos, Videos, Maps etc. auszutauschen und zusammenzuarbeiten.“
Primär ist das Ziel von Wave, die Zusammenarbeit und Kommunikation von Projektteams zu verbessern und den technischen Rahmen für verbesserte Online-Konversation zu bieten. Aktuell ist Google Wave noch im Testbetrieb. Will man Google Wave testen, muss man um einen Zugang bei Google ansuchen (dieser kann dauern…), oder man hat das Glück und kennt jemanden, der sogenannte „Invites“ – Einladungen, die zum Zugang berechtigen, zu vergeben hat. Aufgepasst: BlueChip verlost an Kunden 2 Google Wave Invites - siehe am Ende des Artikels! Etwas missverständlich ist der Begriff „Wave“, da er einerseits das Online Tool an sich bezeichnet, andererseits mit „Wave“ aber eine bestimmte Online-Konversation innerhalb des Tools bezeichnet wird: Ein angemeldeter User kann neue Waves erstellen und andere User zur Teilnahme an der Wave einladen. Die an einer Wave beteiligten User können sich dann in Echtzeit (und natürlich auch asynchron) austauschen, Dokumente anfügen, Fotos austauschen etc. Wave versus Email
Google Wave möchte das Wesen und den Ablauf menschlicher Kommunikation und Zusammenarbeit technisch besser abbilden und effizienter gestalten, als das bisher z.B. mittels Email gelang. Im Gegensatz zur Email, die - einmal abgeschickt - nicht mehr verändert werden kann, ist eine Wave jederzeit von allen beteiligten Usern editierbar und damit immer „work in progress“. Es entsteht eine Art lebendiges Dokument, das den aktuellen Informationsstand der Teilnehmer oder allgemein z.B. einen Projektstand widerspiegelt.
Jeder User kann den Text - etwa eine ToDo-Liste - seines Vorgängers bearbeiten und etwa Anmerkungen bezüglich der Durchführung der ToDos vermerken. Die Wave ist darüber hinaus von mehreren Usern gleichzeitig bearbeitbar: Während man z.B. selbst den ersten Absatz eines Textes überarbeitet, sieht man den Kollegen weiter unten einen anderen Absatz kommentieren. Playback-Funktion
Eine mächtige Funktion, welche die gesamte Entwicklung einer Wave widergibt, ist die Playback-Funktion. Nachdem die Wave, wie oben vermerkt, jederzeit von allen zugelassenen Usern editiert werden kann, muss natürlich – v.a. im professionellen Arbeitsumfeld – nachvollzogen werden können, wann wer was gemacht hat. Mit Playback kann die gesamte Wave chronologisch „abgespielt“ werden: Jede Änderung der Wave kann so nachvollzogen werden. Damit müssen etwa nicht zig Emails archiviert werden, sondern die Wave selbst enthält eine History. Aktueller Einsatz von Google Wave bei BlueMedia
Das BlueMedia Team arbeitet gemeinsam an der Umsetzung von Kunden-WebSites und internen Projekten. Da teilweise von zu Hause aus gearbeitet wird, ergeben sich spezielle Anforderungen an die Teamkommunikation und Projektkoordination / -dokumentation, da nicht immer vor Ort in Echtzeit kommuniziert werden kann. BlueMedia hat sich deshalb schon länger zu Online Collaboration Tools informiert, hat bisher aber keine zufrieden stellende Lösung gefunden. Mit Google Wave hoffen wir nun, fündig geworden zu sein: Für Kundenprojekte legen wir pro Projekt eine Wave an, in welcher der aktuelle Projektstand und alle dazu notwendigen Informationen laufend dokumentiert und aktualisiert werden. So ist jeder Mitarbeiter am aktuellen Stand: Wird z.B. mal am Abend von zu Hause aus gearbeitet, wo das Team nicht greifbar ist, steigt man in die Wave ein und informiert sich über die getätigten Änderungen durch die anderen Teammitglieder. Das „Dokument“ (die Wave) bleibt schlank und übersichtlich, da obsolet gewordene Information gelöscht wird (diese ist durch die Playback-Funktion später trotzdem noch abrufbar). In der Wave bleiben also immer nur jene Informationen erhalten, die für den aktuellen Projektstand auch tatsächlich relevant sind – alles andere fliegt raus. Denkbar wäre, später auch Kunden als Teilnehmer in die Projekt-Wave einzubinden: Der Kunde wüsste über den aktuellen Projektstand laufend Bescheid, und könnte selbst Inputs und Feedback zum Projektverlauf liefern. Ziel wäre in jedem Fall, innerhalb der Wave möglichst alle relevanten Infos von allen betroffenen Leuten zentral zusammenlaufen zu lassen, um so Informationslücken zu schließen und eine möglichst effiziente Projektbearbeitung zu gewährleisten. 
Vorbehalte & Bedenken Was Google mit den Daten anstellt, auf die es über Google Wave zugreifen kann, bleibt offen. Insofern gilt sicher zu bedenken, ob man genug Vertrauen in Google setzt, auch sensible Daten in Wave zu speichern und zu behandeln. Kunden von BlueMedia müssen jedenfalls nicht fürchten, dass sensible Daten in Wave landen – hier sind wir uns selbstverständlich unserer Verantwortung bewusst. Google Wave soll künftig aber auch auf eigenen Servern gehostet werden können, wodurch die eigene Datenhoheit gewährleistet wäre. Mal sehen, ob auch diese Version kostenlos ist ;-) Dass sich Google Wave noch im Beta-Test befindet, ist spürbar: Teilweise lässt die Performance von Google Wave zu wünschen übrig, und die ein oder andere Kinderkrankheit wird uns sicher noch begegnen.
Vorläufiges Fazit:
BlueMedia hat erste Schritte mit Google Wave gemacht und wird sich noch intensiver mit dem Tool auseinandersetzen. Erst konkrete Anwendungsfälle und Erfahrungswerte werden das volle Potential von Google Wave offenbaren. Die offene Programmierschnittstelle, die es jedem Entwickler ermöglicht, eigene Plugins (Zusatzanwendungen) für Google Wave zu entwickeln, wird das Tool künftig zusätzlich aufwerten und neue Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen. Persönliche Meinungen zu Google Wave: Manfred Egger: "Google Wave ist recht flott und bietet interessante Möglichkeiten zur
Arbeit im Team. Leider gibt es noch nicht viele Plugins zum Einbinden von externen Contents und die Kontakt-Suche ist noch Verbesserungswürdig." Ronald Edermayr: "Google Wave ist sicherlich ein innovatives Kommunikations-Tool, das Potenzial birgt, recht mächtig zu werden. Momentan hinkt die Usability noch in Bezug auf die Wave selber. Wenn mehrere Benutzer an der selben Wave arbeiten, wird diese schnell unübersichtlich. Bei 3 Usern geht das vielleicht noch, bei einer ganzen Arbeitsgruppe kann ich mir das persönlich nicht mehr vorstellen... Interessant wird der Bereich der Erweiterbarkeit von Google Wave durch die User selbst... Unser Ersteindruck ist - wenn auch nicht vorbehaltlos - positiv. Unsere Empfehlung: Behalten Sie das Tool im Auge... oder möchten Sie Google Wave Testanwender werden? BlueChip verlost 2 Google Wave Invites für interessierte Kunden. Schreiben Sie bis 25.11.2009, 12:00 ein Email mit dem Subject "Google Wave Verlosung" an me@bluechip.at - wir freuen uns auf Ihre Zusendung!
Google Wave WebSite Video zu Google Wave auf YouTube
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