Was es zu berichten gibt

Erzählen Sie's ruhig weiter!

Unternehmens-Websites im Jahr 2016: Worauf es ankommt

Die klassische Unternehmens-Website ist nach wie vor das digitale Aushängeschild eines Betriebs und fungiert als "Landeplatz" für Online-Marketing-Aktivitäten verschiedenster Art. Google Adwords, E-Mail Kampagnen, Social Media Kanäle & Co. leiten von den Kampagnen auf die Website weiter. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, nämlich Interessenten auf die Website zu bringen. Doch hält die Website dann auch, was sich der Online-User verspricht? Führt sie zum gewünschten Erfolg für den Website Betreiber (Online-Umsatz, Generierung von Anfragen, gezieltes Informieren des Users)? Was zeichnet eine "State of the Art" Unternehmens-Website im Jahr 2016 aus? Dieser Frage versuchen wir im folgenden Beitrag nachzugehen.

Website Update oder totaler Relaunch?

Wenn man den Erfolg einer Website einmal ganz generell so definiert, die Erwartungen und Bedürfnisse der User an die Website optimal zu erfüllen um damit Wertschöpfung für den Website-Betreiber zu generieren, kann man danach fragen, ob es objektive und allgemein gültige Erfolgskriterien für modernes Webdesign gibt.

Oft stehen Website-Betreiber vor der Entscheidung, ob ein Update der bestehenden Website noch Sinn macht, oder doch ein meist aufwändiger und investitionsintensiverer Web-Relaunch ins Haus steht. Eine Hilfestellung könnte der folgende Kriterienkatalog für modernes Webdesign geben: Je mehr dieser Erfolgskriterien nicht erfüllt sind, desto eher sollte eine baldige Neugestaltung der Website (also ein Relaunch) ins Auge gefasst werden, da auch Google diese Qualitätsfaktoren bei der Positionierung in Suchmaschinen stark einfließen lässt und man bei Nicht-Erfüllung starke Einbußen in Sachen Suchmaschinen-Präsenz in Kauf nehmen muss.

  1. Responsive Webdesign - wenn, dann richtig!
    Eine für Mobilgeräte optimierte Web-Präsenz ist heutzutage ein Muss, wobei sich responsive Websites gegenüber mobilen Website-Versionen weitgehend durchgesetzt haben.
    Auch wenn sich das Qualitätsniveau bei Agenturen schon deutlich verbessert hat, ist in "Responsive Webdesign" nach wie vor oft nicht drin, was drauf steht. Der Vorgang, den Website-Content für alle Gerätetypen optimiert auszugeben ist komplex und erfordert Expertise. Werden etwa Bilddaten konsequent responsiv ausgeliefert? Wird auf die Besonderheiten des Nutzungskontextes für verschiedene Gerätetypen eingegangen? Ist eine einfach durchschaubare Navigation auch am Mobiltelefon gegeben? Wird die Darstellung kritischer Content-Elemente wie Tabellen am Mobiltelefon abgefangen und ordentlich dargestellt?
    Responsives Webdesign erfordert Experten-KnowHow in allen Produktionsstufen der Website -  vom Design über die Technik bis zur Content Redaktion - und sollte unbedingt Profis überlassen werden.

  2. Speed! Speed! Speed!
    Die Geschwindigkeit von Websites wird immer wichtiger um hohe Absprungraten zu vermeiden.
    Vor allem auf Mobilgeräten ist die Toleranz der User hinsichtlich langen Ladezeiten deutlich niedriger als am Desktop. Eine echte Herausforderung für Entwickler, ist doch die mobile Internetanbindung im Durchschnitt oft deutlich langsamer als die Anbindung von Desktop Geräten.
    Ein Test mit Google PageSpeed Insights gibt Anhaltspunkte wo man mit der eigenen Website technisch qualitativ steht, nicht nur in Sachen Geschwindigkeit:
    developers.google.com/speed/pagespeed/insights/
    (Bombardieren Sie Ihren Webdesigner bitte nicht gleich mit Vorwürfen zu "Fehlermeldungen", wenn Sie keine Top Ergebnisse erzielen... Die gewonnenen Insights können, müssen aber keine Hinweise auf fehlerhafte Umsetzung beinhalten und sind im Einzelfall zu prüfen)

  3. Mobile User Experience
    Auch dieses Kriterium richtet sich auf die Nutzergruppe der mobilen Surfer, da Smartphone-Nutzer die Tablet-Nutzer im Web quantitativ bereits überholt haben und weiter aufsteigen.
    Mobile Apps weisen im Vergleich zu mobil optimierten Websites eine oft deutlich bessere Benutzeroberfläche auf. Hier können wir Web Designer uns noch einiges von App Designs abschauen, um mobile Internet-Surfer durch eine tolle Benutzererfahrung zum Wiederkehren auf die Website zu bewegen. 
    Unser Tip: Surfen Sie einmal selber mit dem Smartphone auf Ihrer Website und hinterfragen Sie kritisch, wie angenehm Ihre Benutzererfahrung dabei ist bzw. beobachten Sie, auf welche Probleme Sie stoßen.

  4. Barrierefreiheit
    Seit Jänner 2016 sind kommerzielle Websites barrierefrei zu gestalten. Prinzipiell ist das Ziel, jede Störung, Unsicherheit oder technische Hürde bei der Nutzung der Website zu vermeiden und auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen einzugehen.
    Das Gesetz ist sehr "weich" formuliert und damit offen für unterschiedlich aufwändige Umsetzungsvarianten. Das Thema ernst zu nehmen lohnt aber allemal, da die Verbesserungen letztlich allen Seitenbesuchern zugutekommen und - etwa durch das konsequente Hinterlegen von Alt Texten bei Bildern - zur Suchmaschinenauffindbarkeit beitragen.

  5. Formulargestaltung & Conversion Optimierung
    Wer kennt es nicht: Die Verzweiflung und Frustration beim Ausfüllen schlecht optimierter Online-Formulare, speziell am Handy ein oft sehr mühsames Unterfangen. Doch das muss nicht so sein! Conversion Prozesse gehören ausreichend optimiert, v.a. eben auch auf Mobilgeräten, sonst waren alle vorgelagerten Bemühungen um den User umsonst.

  6. Engagement Rate
    Ein wesentliches SEO- und insgesamt Qualitäts-Kriterium ist die "Engagement Rate" und damit sowohl Quantität als auch Qualität an Interaktionen der User mit der Website: Wie lange bleibt jemand auf der Webseite (wie interessant ist der Inhalt?), wie häufig werden Inhalte geteilt, wie ist die Formular-Conversion-Rate, oder wie viele User springen schon auf der ersten Seite ab weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden? Je mehr positive Signale es über die Nutzung der Webseite gibt, desto höher ist die inhaltliche Qualität zu bewerten und umso erfolgreicher wird diese Seite auch in Suchmaschinen gelistet werden.

  7. Content Styling & Content Redaktion
    Liebloses Copy-Pasten von Word-Texten in die Website war gestern - Content Styling mit Liebe zum Detail ist heute! Die Qualität des Inhalts einer Website ist nicht nur eine Frage des WAS, sondern auch des WIE. Website-Inhalte werden mit teilweise interaktiven Content Elementen wie Slidern, Klappbereichen, Bild-Text-Kombinationen, Icon Elementen & Co. heute derart gestaltet und aufbereitet, dass sie kognitiv schnell erfassbar sind und dem User ein auch auf emotionaler Ebene freudvolles Konsumieren der Inhalte ermöglichen - und zwar auf allen Geräten.

  8. Strukturierte Daten
    Die Verwendung strukturierter Daten hilft Suchmaschinen, Betriebe z.B. geografisch (relevant bei der lokalen Suche) oder von der Branchenzugehörigkeit richtig einzuordnen. Ein SEO-Kriterium, das Webentwickler in jedem Fall nutzen sollten.
    Tip am Rande: 88% der Suchanfragen für lokale Suchen kommen mittlerweile von Mobilgeräten. Für lokale Geschäfte also ein absolutes Muss, auch den Google MyBusiness Eintrag professionell aufzubereiten.

  9. SSL Verschlüsselung
    Suchmaschinen bewerten Websites mit SSL Zertifikat höher als jene ohne - siehe auch unseren separaten Beitrag zum Thema SSL Verschlüsselung.
    Nach längerer Beobachtung des Themas deutet alles darauf hin, dass SSL an Bedeutung gewinnen wird - insofern empfehlen wir unseren Kunden mittlerweile, Websites auf SSL umzustellen. Für unsere BlueChip-Website haben wir den Schritt kürzlich vollzogen.

  10. Messen, Testen, Optimieren
    Eine wesentliche Voraussetzung für die professionelle Einschätzung des aktuellen Zustands einer Website ist die Analyse des Nutzer-Verhaltens sowie technischer Performance-Kennzahlen. Dafür sollte ein Web-Tracking-Dienst wie Google Analytics auf der Website installiert sein. Auch die Einrichtung der Google Search Console (ehemals Webmastertools) wird empfohlen. Diese Daten liefern Webdesignern sowohl für die laufende Optimierung als auch für einen vollständigen Relaunch wertvolle Informationen über eine Website, die sich ernsthaft und fundiert an Nutzerbedürfnissen orientiert.
    Und damit die Voraussetzung schaffen, um auch für den Website Betreiber erfolgreich zu sein


In diesem Sinne:
Viel Spaß beim Messen, Testen & Optimieren Ihrer Website! ... oder wird es doch der große Relaunch? Wir stehen Ihnen gerne für eine kostenlose Erstberatung zur Verfügung.
Zur Inspiration noch einige unserer responsiven Referenzprojekte - made with joy!